Der wandelnde Nebel

Er sich wie ein Netz legt, sanft über den Wald;
Es wird langsam düster, ganz schnell wird es kalt.

Er saugt Form und Farbe aus Deiner Natur;
Weiß; feucht; undurchdringlich dicht, so seine Signatur.

Er robbt still heran. Pssst, kannst Du ihn hörn?
Lauf stetig ruhig weiter, wenn nicht willst dich verirrn.

Er folgt Dir nun fortan, auf Schritt und auf Tritt;
Geh stehts nach vorn und schau nicht zurück.

Er haucht Dir sein Lied, so finster und klar;
Man könnte nun glauben, es drohe Gefahr.

Sei bitte nicht ängstlich, vertrau ihm, mein Kind;
Reich ihm die Hand und reit mit dem Wind.

Sei furchtlos, geh weiter den inneren Weg;
Er, nun wie ein Umhang, sanft um Dich gelegt.
Sei offen und herzlich, Du bist nicht allein;
Er schenkt seine Brise, so ehrlich und rein.

Die Kraft der Natur, sie regiert diese Welt;
Die Energie der Erneuerung, sich hat zu Dir gesellt.

Bleib an seiner Seite und folge ihm fort;
Vertraue ihm gerne und entdecke den Ort.
Wo Herzen sich öffnen und Angstlosigkeit liegt,
Hat die Furcht sich verloren, die Hoffnung gesiegt.

Veränderung bestimmt das Leben, wie Atem, wie Luft;
Schließ nun die Augen; höre, fühle, und rieche den Duft.

Der Wind des Wandels weckt Kräfte, die zuvor nur geruht;
Lasst Liebe regieren und vernichten die Wut.
Nicht warten bis Morgen, nimm all Deinen Mut;
Streichel dein Herz und nun: Entfache die Glut!

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