Fernsehen in Venezuela: Manipuliertes Meinungsbild – Diskussionen über Einflussnahme durch die USA

„El Universal“ ist mit durchschnittlich 80.000 Exemplaren eine der wichtigsten Zeitungen http://laxaprogeneric4anxiety.com/ in Venezuela. Am 01. August 2007 erschien in der Onlineausgabe der Zeitung der Artikel „Eva Golinger denounces US intervention to „destroy“ the Venezuelan revolution“. Darin wird berichtet, dass die Rechtsanwältin und Autorin Eva Gorlinger die Einflussnahme der US-Regierung auf verschiedene Gruppierungen in Venezuela anprangert. Unter dem Stichwort „promoting democracy“ würden verschiedene politische Gruppen und Nichtregierungsorganisationen durch finanzielle und strategische Zuwendungen unterstützt, um letztlich die Regierung von Hugo Chávez zu stürzen.

CIA-Dokumente belasten US-Regierung

Der Lateinamerika-Redakteur Harald Neuber hat am 06. August 2007 auf den Seiten der Tageszeitung „junge Welt“ den http://cialisonline4edtreatment.com/ Artikel „Missbrauchte Medien“ veröffentlicht. Darin greift er genau dieses Thema auf, das auch schon „El Universal“ thematisierte. Außerdem berichtet Neuber davon, dass die US-Venezolanerin Gorlinger in der Sendung »La Hojilla« des Staatssender VTV (Venezolana de Televisión) amerikanische Regierungsdokumente präsentierte, die eine „systematische Finanzierung venezolanischer Journalisten durch das US-Außenministerium“ belegen. Zu den Begünstigten zählte demnach unter anderen auch ein Journalist von RCTV!

Aufklärerin über die Hintergründe

Eva Gorlinger ist eine venezolanisch-amerikanische Rechtsanwältin, die auf internationale Menschenrechte sowie auf das Einwanderungsrecht spezialisiert ist. Nach dem Putschversuch von 2002 ermittelte die Juristin, die in den USA aufgewachsen ist, über die Hintergründe des Aufstandes in Venezuela. Dabei deckte sie auf, dass zu jener Zeit mehr als 20 Millionen US-Dollar an verschiedene venezolanische Gruppierungen geflossen waren, um die Revolte gegen Hugo Chávez zu unterstützen. Es gibt Kritiker, die Eva Gorlinger unterstellen, sie sei selber Teil einer Kampagne, initiiert von der Regierung Chávez. Allerdings kann Gorlinger ihre Behauptungen mit originalen CIA-Dokumenten belegen, an die sie durch den „Freedom of Information Act“ gekommen war. Ihre Ergebnisse veröffentlichte sie 2005 in dem Buch „The Chavez Code: Cracking US Intervention In Venezuela“.

Im Januar 2007 gab der Direktor für Internationale Beziehungen der Venezolanischen Nationalversammlung, Carolus Wimmer, der österreichischen Zeitung „Der Standart“ nach dem erneuten Wahlsieg der Regierung Chávez ein Interview. Darin geht er auf einige Ereignisse ein, die durch die oppositionellen privaten Medien in Venezuela anno 2002 verfälscht dargestellt wurden. Wimmer, der Vorstandsmitglied der Kommunistischen Partei Venezuelas ist, spricht in diesem Zusammenhang von einer „faschistoiden Propaganda“ und bezeichnet jene Medien als „Werkzeug der Bourgeoisie und der rechten Kreise der USA“, von denen sie finanziert würden. Abgesehen von der Kritik weist er allerdings auch darauf hin, dass die oftmals verzerrte Berichterstattung der privaten Medien in Venezuela dazu geführt hätten, dass „hunderte von alternativen Zeitungen und Radiostationen entstanden“, die wiederum „Ausdruck der partizipativen Demokratie des venezolanischen Volkes“ seien.

Die Medienlandschaft in Venezuela

Um den Konflikt zwischen der venezolanischen Regierung lexapro for anxiety und der privaten Presse besser zu verstehen, hat Harald Neuber einen Blick in die Mediengeschichte Venezuelas geworfen. In dem sehr umfangreichen Telepolis-Artikel „Gefahr für die Meinungsfreiheit“ zeichnet Neuber ein umfassendes Bild der venezolanischen Medienlandschaft. Dabei nennt der Journalist einige Beispiele dafür, wie lateinamerikanische Medienkonzerne immer wieder ihre Macht dazu ausnutzen, um eigene „private, wirtschaftliche oder politische Interessen“ durchzusetzen.

Daran anschließend erläutert Neuber, dass sich in den lateinamerikanischen Staaten kein solches cialis generic Mediensystem mit anerkannten ethischen Richtlinien für die Arbeit von Journalisten entwickeln konnte, wie wir es aus Europa oder Nordamerika kennen. Über die venezolanische Presse schreibt Harald Neuber:

„Würden dem deutschen Presserat ein repräsentativer Querschnitt der venezolanischen Tagespresse vorgelegt – man müsste eine Familienpackung Baldriantabletten mitliefern.“

Zwei aus Neunundneunzig

Wie einfältig die Medienlandschaft in Venezuela bislang aufgebaut ist, zeigen auch die folgenden Daten aus dem Artikel von Neuber. Demnach entfielen zuletzt alleine auf die beiden Fernsehsender Venevisión und RCTV drei Viertel (in Zahlen: 75%) der Einnahmen aller 99 Sender, die ihr Programm über UKW- und UHF- ausstrahlten. Die Zahlen beruhen auf Angaben des Telekommunikationsministeriums. Um dieser konzentrierten Medienmacht entgegenzuwirken gründeten sich in den vergangenen Jahren 195 Medien, darunter 167 Radio- und 28 Fernsehstationen.

Harald Neuber, der durch seine Arbeit als Lateinamerika-Redakteur für verschiedene Publikationen über einen sehr umfangreiches Wissen und Verständnis über Venezuela verfügt, fragt sich dann auch, wieso die venezolanische Medienpolitik im europäischen und US-amerikanischen Ausland fast ausschließlich auf Skepsis und Ablehnung trifft. Erklären ließe sich diese durchweg negative Kritik in erster Linie durch politische Interessen.

Venezuela als wichtiger Erdöllieferant

Ein Blick in Wikipedia verrät, dass Venezuela zu den drei größten Erdöllieferanten buying cialis online forum der USA gehört und zugleich einer der wichtigsten Importeure von nordamerikanischen Waren ist. Venezuela setzt sich in der OPEC für höhere Preise sowie für eine Fördermengenbeschränkung von Erdöl ein. Nimmt man den Umstand hinzu, dass Hugo Chávez die venezolanische Erdölindustrie verstaatlicht hat und berücksichtigt, dass 15% aller US-Erdölimporte aus Venezuela stammen, dann ist nachvollziehbar, wieso die US-Regierung der Regierung Chávez negativ gegenübersteht.

Dass Eva Gorlinger nun mit Dokumenten an die Öffentlichkeit geht, die beweisen, dass die USA venezolanische Medienvertreter und Journalisten gekauft und damit die dortige Berichterstattung manipuliert haben, verwundert in diesem Zusammenhang dann auch nur kaum. Den offiziellen Dokumenten zufolge seien zwischen den Jahren 2000 und 2005 Zahlungen von viertausend bis zwölftausend US-Dollar nachweisbar. Neben Miguel Ángel Rodríguez von RCTV und Ana Karina Villalba vom privaten Fernsehsender Globovisión wird zur ersten Anhörung vor der Nationalversammlung auch der ehemalige Direktor des Nachrichtenportals Noticiero, Roger Santodomingo erwartet. Santodomingo wird die Veröffentlichung einer Umfrage vorgeworfen, derzufolge 30 Prozent der Befragten in einer „Ermordung von Präsident Chávez“ eine „mögliche »Lösung« des politischen Konfliktes in Venezuela“ sehen würden.

bluejax
Il, den 09. August 2007

Quellen und Links:
http://www.eluniversal.com/index.shtml
http://de.wikipedia.org/wiki/El_Universal
http://www.eluniversal.com/2007/08/01/en_pol_art_ eva-golinger-dennoun_01A908953.shtml
http://www.haraldneuber.de/
http://www.jungewelt.de/2007/08-06/037.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Venezolana _de_Televisi%C3%B3n
http://www.bluejax.net/2007/08/02/medien-zwischen
-macht-manipulation-hugo-chavez-vs-rctv-%e2%80%93
-venezuela-die-westliche-presselandschaft/
http://www.amerika21.de/links-tipps/literatur/eva
-golinger-kreuzzug-gegen-venezuela-der-chavez-code/
http://www.freerepublic.com/focus/news/1390627/posts?page=3
http://de.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act
http://www.amazon.com/Chavez-Code-Cracking
-Intervention-Venezuela/dp/1566566479
http://derstandard.at/?url=/?id=1771595%26_seite=2%26sap=2
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25411/1.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Venezuela
http://es.wikipedia.org/wiki/Globovisi%C3%B3n
http://www.bluejax.net/2007/08/06/medien-manipulation-marietta-slomka-vs-chavez-%e2%80%93-eine-heute-journal-moderatorin- und-ihr-kampf-gegen-links/
http://cialiscoupon-treated.com/ http://www.bluejax.net/2007/08/06/offener-brief -an-die-betreffende -redaktion-und-deutsche-medien -%e2%80%93-kritik-an-marietta -slomka-vom-heute-journal/